Gruselgeschichten

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Jacky
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Lumina

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Gruselgeschichten

von Jacky am 02.02.2015 16:36

Spiegelschrift

 

Als ich in den Spiegel sah, konnte ich nichts erkennen, wegen all dem Blut. Dazwischen hatten jemand mit schwarzem Edding ein Wort geschrieben: Bald. Ich war so geschockt, dass ich die Frau gar nicht war nahm, die vor mir auf dem Boden lag. Ein langer Schnitt ging quer über ihren Hals und an ihrer hand fehlte ein Finger. Als die Polizei kam, stand ich noch unter Schock und brachte kein einziges Wort heraus. Sie schickten mich nach Hause. Zuhause warf ich mich aufs Bett und versuchte, mich nicht von meinen düsteren Gedanken einholen zu lassen. Am nächsten Tag musste ich mich zwingen, überhaupt zur Arbeit zu fahren. Denn der Anblick von der toten Frau am Boden löste bei mir immer noch Schrecken aus. Als ich die Tür öffnete stand schon die Polizei im Flur. Auf dem Boden lag wieder eine Frau. Auch sie wurde durch einen Schnitt im Hals getötet und ihr fehlte ein Finger. Am Spiegel klebte wieder Blut und ich konnte folgendes lesen: Du bist die Nächste. Panisch rannte ich aus dem Raum. Zuhause lief ich gleich in mein Zimmer und zog die Decke über den Kopf. Bis es klingelte. Vor der Haustür stand ein Päckchen. Vorsichtig öffnete ich es. Vor mir lagen, fein säuberlich in Seidenpapier eingewickelt, zwei Finger. Und auf meinem Spiegel stand: Jetzt.

 So rot wie Blut

Gedankenverloren schloss ich die Tür zum Büro auf. Im Flur war es dunkel. Das Erste was mir auffiel, war, dass die Wände einen neuen Anstrich bekommen hatten: Rot. Überrascht machte ich mich auf den Weg zu meinem Arbeitsplatz. Irgendwann war auch der Boden rot. Alles war feucht, als wäre es frisch gestrichen, doch irgendetwas störte das Ganze: Der ekelige Gestank nach Blut. Mittlerweile etwas nervös sah ich mich um. Mein Blick fiel auf ein Bild, einer Landschaft, das an einer Wand hing. Auf den Bäumen waren lauter Finger geklebt worden. Ich schrie auf und lief zurück zum Ausgang, doch etwas Weiteres ließ mich innehalten. Vor mir war eine riesige Blutlache, die mir vorher nicht aufgefallen war. In der Blutlache schwammen zwei Gestalten. Nicht wirklich Gestalten. Es waren einmal Menschen, so viel stand fest. Jedoch besaßen sie keinerlei Beine und Arme. Auch der Kopf fehlte. Ich taumelte zurück. Das war einfach zu viel!
Ich beschloss zu meinem Arbeitsplatz zu gehen und mich dort einzuschließen, und genau das tat ich auch. Doch als ich die Tür hinter mir schloss fiel mein Blick auf weitere fünf Leichen. Ich machte einen Schritt zurück und prallte gegen die Tür. Plötzlich fiel mir auf, dass eine Leiche noch lebte. Ihre Brust hob sich ganz leicht. Langsam machte ich einen Schritt auf die Person zu. Dann noch einen. Es war ein Mann. Er hatte blutbeschmierte Haare und seine Kleidung war zerfetzt. Ruckartig öffneten sich seine Augen. Seine Pupillen schimmerten bereits rot. Seine fast schon leblosen Augen starrten mich direkt an. Mit den Lippen formte er Worte, doch es kam nur Blut aus seinem Mund. Dann hielt er inne und malte etwas mit Blut auf den Boden. Seine Hand fiel leblos zur Seite und seine Augen wurden glasig. Er war tot. Vorsichtig beugte ich mich vor und versuchte die beiden Wörter zu entziffern, die er gemalt hatte. Hinter dir. Erschrocken wirbelte ich herum. Tatsächlich stand jemand hinter mir. Oder vielmehr etwas. Die Kreatur besaß spitze Zähne und aus seinem Mund rann schleim vermischt mit Blut. Die Kreatur war groß. Größer als ein Hund, und nur ein wenig kleiner Als ein Mensch. Es stürzte sich auf mich, und das Letzte was ich in seinen riesigen Augen sah, war mein lebloser, zerfetzter Körper.

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